- und das *) bewegen wir

Die vom Mesnerbund gestiftete Carillon-Glocke ist oben die mittlere der drei vorderen. Unten links sind zwei der Zimbelglocken zu sehen.

Zum ureigensten Dienst der Mesnerinnen und Mesner gehört seit alters das Läuten der Glocken *) - nach den Vorgaben der örtlichen Läuteordnung.
Dass ich mit betendem Herzen die Glocken in Bewegung setze, damit der Herr diesen einladenden Ruf segne - das war nicht nur ein Anliegen unseres Bischofs Theophil Wurm schon in den 1940-er Jahren.
Wiewohl der Antrieb der meisten Geläute längst elektrifiziert ist, haben die Glocken auch in Zukunft ihren tiefen Sinn und ihre Aufgabe: Sie weisen über sich hinaus, auf Gott und auf den Anlass - sie rufen zum Gebet (Kurt Kramer).
Wer sich mit dieser Materie weiter beschäftigen möchte, dem sei unser Handbuch und ein Besuch des Glockenmuseums Stiftskirche Herrenberg empfohlen - sowie die Materialien der ökumenischen Kampagne "Hörst du nicht die Glocken?" Alles ist einseh- und abrufbar unter gebetsläuten.de  Weiter können einem Interview ergänzende Erläuterungen entnommen werden.

Zurück zu Herrenberg: Hier werden typische Glockenbeispiele aus allen Epochen der deutschen Glockengeschichte gezeigt und in regelmäßig stattfindenden Glockenkonzerten erläutert.
An die 40 Glocken sind läutbar aufgehängt, vielen davon ist durch die sehr differenzierte Läuteordnung ein liturgisches Amt zugewiesen.
Das Glockenmuseum wurde im Jahr 2012 durch den Einbau eines Carillons mit 50 Glocken klanglich "abgerundet". Carillon-Glocke 6 mit dem Ton e" wurde anlässlich des 61. Mesnertages vom Mesnerbund gestiftet, was auch der Spendertafel zu entnehmen ist.