... aber nicht nur die Kehrwoche im Blick!

Ist auch alles am richtigen Platz?

In Württemberg setzte Landesbischof D. Theophil Wurm 1946 mit seinen

       "Sechs Regeln für das Mesneramt"

ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung dieses Dienstes:

1.   Der Dienst des Mesners ist ein heiliger Dienst. Nur der Mesner wird sein Amt recht verwalten, der im Innersten sprechen kann: "Herr ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt" (Ps. 26,8).

2.   Darum: Übe deinen Dienst aus "von Herzen als dem Herrn!" Sei sorgfältig und treu in allen deinen Pflichten!

3.   Würdig soll die Kirche sein und einladend für alle, denn sie ist das Heiligtum des Herrn! Darum sei darauf bedacht, dass schon die Umgebung der Kirche sauber und in Ordnung ist!

4.   Lass es dir vor allem eine heilige Sorge sein, dass das Haus Gottes inwendig geschmückt und nicht durch Schmutz, Staub und Spinnweben verunreinigt sei. Du wohnst gerne in einem liebevoll gepflegten Heim. Wie sollte Gottes Ehre wohnen in einem Haus, das durch Gleichgültigkeit und Untreue vernachlässigt wird?

5.   Tue deinen Dienst freudig und nicht mit Seufzen, im Aufblick zu Gott und nicht leichtfertig! Der Herr, der den treuen Dienst seiner Knechte lohnt, sieht es, ob du mit Lust sein Haus zum Gottesdienst herrichtest, ob du mit Liebe zu Gottes Wort und Sakrament Altar, Kanzel und Taufstein bereitest, ob du mit Freude am heiligen Lied die Nummern der Gesangbuchlieder aufsteckst, ob du mit betendem Herzen die Glocke läutest, damit der Herr diesen einladenden Ruf segne.

6.   In allem aber sei ein williger Helfer aller derer, die ins Gotteshaus kommen! Dein freundlicher Blick und dein freudiges Tun sei stets ein Zeugnis dafür, dass du im Dienste des Herrn stehst, der "freundlich ist und dessen Güte ewig währt."